Raus aus der Arbeitslosigkeit – gefördert von der EU

Die Europäische Union fördert Selbständige – und schafft damit neue Wege zurück in einen festen Job.

Der Schritt in die Selbständigkeit ist für viele ein großes Wagnis. Schließlich trägt man auch alle Risiken allein. Was, wenn es schief geht? Wenn die Aufträge nicht rollen wie nötig? Deshalb suchen viele motivierte Fachleute trotz aller Qualifikation lieber weiter nach einer festen Anstellung.

Was sie übersehen: durch Selbständigkeit ist es häufig viel einfacher, einen Job zu bekommen. Denn viele Firmen arbeiten gern mit freien Mitarbeitern zusammen, brauchen sie bei ihnen doch keinen Urlaub oder Sozialbeiträge zu zahlen. So kann man als Selbständiger sein Können schon unter Beweis stellen und Geld verdienen, während externe Bewerber noch nicht mal zum Gespräch eingeladen sind. Und wenn es sich für die Firma irgendwann lohnt, für die Aufgaben einen festen Mitarbeiter einzustellen, hat man beste Aussichten. Oder man nutzt die Ergebnisse als Referenz für eine Bewerbung bei einem anderen Unternehmen.

Die Europäische Union fördert Selbständige beim Aufbau ihrer Tätigkeit mit satten Zuschüssen. Damit erzielen manche Neu-Selbständige in den ersten zwölf Monaten ein deutlich höheres Einkommen als Angestellte in vergleichbaren Positionen. Und entscheiden sich nach einem Jahr entweder, den Weg als Selbständige weiterzugehen – oder aber sie haben bei der Suche nach einer Festanstellung bessere Karten als ihre Mitbewerber, die ein Jahr lang untätig geblieben sind.

Denn sie können belegen, dass sie kämpfen können, sich durchbeißen wollen, Engagement zeigen. Und so können sich vielleicht zunächst als freie Mitarbeiter beweisen – um schließlich fest angestellt zu werden.

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